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Leben ohne Zucker

Heute ist der 28. März 2009

Der Titel “Leben ohne Zucker” passt nicht ganz, aber er trifft doch den Kern auch ganz gut: seit dem 02. März 2009 esse ich keine Süßigkeiten mehr. Ich habe seitdem keine zuckerhaltigen Limonaden getrunken, keine Süßigkeiten mehr gegessen und auch meine normalen Essensportionen verkleinert. Ohne Anstrengung und ohne Verlangen nach Zucker.

Ich bin normalerweise eine Naschkatze und esse übermäßig viel Süßes; ich bin ein sogenannter Schokoholiker. Und in der letzten Zeit hatte ich jeden Tag ca. 0,5 Liter Cola getrunken. Bäh, dabei schmeckt mir das Zeug nicht einmal. Ich habe ab dem 02. März mit etwas Neuem begonnen und hatte dank dieser Neuheit kein Verlangen mehr auf Zucker. Anders ausgedrückt: ich habe unmittelbar mit den Süßigkeiten aufgehört und hatte auch kein Verlangen, kein craving mehr danach. 

Ich habe nicht komplett auf Zucker verzichtet, habe aber nichts süßen müssen. Kaffee trinke ich nicht und ich habe auch sonst nichts zu süßen gehabt. In den letzten Wochen habe ich gelegentlich mal ein Stück Kuchen (ohne Glasur o. ä.) gegessen und an einem Abend einmal 3 Maoam (einzelne Stücke) gegessen. Und ich habe die Teile voll genossen und ausgeschmeckt. Aber bis auf diese Kleinigkeiten gab es keine Schummeleien, versteckte Zuckeraufnahme oder so. 

Erst heute hat man mir eine offene Schokolade einer echt guten Marke angeboten und sie hat auch gut gerochen. Und ich hab überlegt, ob ich sie probieren will. Aber ich habe kein Verlangen gehabt und dankend abgelehnt. Es war keine Schwierigkeit für mich, ich habe der Schokolade nicht nachgeweint oder mit der Entscheidung zu kämpfen gehabt “Naja, ein Stück kann doch nicht schaden”. Man könnte sagen ich bin clean.

Eis, dass in der letzten Zeit öfters mal auf dem Tisch stand habe ich ohne Reue abgelehnt. Einmal habe ich 9 Krümel Krokant gegessen, um zu sehen, wie der Haselnussgeschmack ist. Wer das nicht kennt: diese Krümel werden normal auf den Frankfurter Kranz aufgestreut. Diese kleinen knackigen Krümel meine ich. Ganze 9 Stück habe ich probiert. Einzeln. Und konnte sie problemlos gehen lassen. 

Ich hatte Unterstützung, denn am 02. März habe ich etwas neues ausprobiert. Kein neuartiges Sportprogramm oder eine Ernährungsumstellung oder sonstige Verhaltensänderungen. Auch keine Hypnose oder irgendwelche andere Techniken. Und erst recht keine Drogen oder sonstigen dubiosen Dinge. Aber dank dieser Neuheit habe ich meine Zuckeraufnahme signifikant gesenkt. Obwohl ich schon seit über einer Woche nichts mehr von dieser Neuheit benutze, habe ich bisher keinen ‘Rückfall’ erlitten. 

Ich weiß nicht, wie sich mein Gewicht oder Körperfett verändert haben. Ich hätte mich vorher wiegen können, dann wüßte ich jetzt Vergleichszahlen. Fetter bin ich jedenfalls nicht geworden. :D Aber ich habe dem Zucker ade gesagt und es kratzt mich nicht, wenn jemand Eis oder Schokolade oder sonst etwas Süßes oder Kuchen mit Sahne ißt. Ich habe keinen Neid, kein Verlustgefühl oder fühle mich schlecht, weil ich ja ‘verzichte’. Ich merke nichts von einem Verzicht. Ich freue mich im Gegenteil, dass ich kein Sklave meines Verlangens auf Zucker mehr bin.

Ich wollte diese freudige Nachricht einfach einmal teilen und werde über meinen Fortschritt weiter berichten. Ich werde jetzt noch nicht offenbaren, was ich getan habe, um dieses Ergebnis zu erlangen. Aber in einem späteren Beitrag werde ich sicher verraten, was diesen Effekt bei mir ausgelöst hat. Wenn jemand ganz neugierig ist, freue ich mich über einen Kommentar, aber Werbung für diese ‘Sache’ werde ich jetzt noch nicht machen. 

Ich stelle mir gerade vor, wie positiv sich mein neues Verhalten in der Zukunft auf meine Gesundheit auswirkt… kein Zucker mehr. Was das für mein Gewicht, meine Zähne, meinen Blutzucker und mein Wohlbefinden alles bedeutet. Der Wahnsinn. Ich bin extrem dankbar, dass ich diese Neuheit probieren durfte. Und irgendwann in der Zukunft sage ich euch, was es war, damit ihr es vielleicht auch so erleben könnt wie ich.

Was tut der Arzt?

Ich habe mir kürzlich die Frage gestellt, ob das, was der normale Hausarzt tut, wirklich so in Ordnung ist und sein muss?

Ich will keine Arztschelte betreiben, denn oft genug sind wir heilfroh, wenn wir einen Arzt haben und wir sollten dankbar sein, dass wir so eine gute Infrastruktur mit Ärzten haben und immer einen zu fassen kriegen. Keine Frage, von der Anzahl der Ärzte sind wir Spitzenreiter. Wie aber ist es um die Behandlung bestellt?

Ich will jetzt über den normalen Allgemeinmediziner sprechen. Nicht über Fachärzte. Diese sind, wie der Name schon sagt, eher vom Fach und Spezialisten auf ihrem Gebiet. Ich rede vom Hausarzt. Demjenigen unter den Ärzten, der von allen am schlechtesten bezahlt ist und dabei das umfangreichste (Grund)Wissen haben muss. 

Ich habe mich gefragt: sind Tabletten und Spritzen wirklich das einzige Mittel im Repertoire des Allgemeinmediziners? Wenn ich zum Arzt gehe, stimmt etwas in oder mit meinem Körper nicht. Der Arzt tut sein Möglichstes, um eine korrekte Diagnose zu stellen. Und will uns mit Tabletten oder weiteren Behandlungen von unserem Leiden erlösen. 

Das ist alles gut und schön und lobenswert. Aber wie oft erhalten wir beim Arzt keine Be.HAND-lung sondern eine Tablettung? Also anstatt echter Hilfe, wie z. B. zu erfahren “Was ist die Ursache”, “Was kann ich dagegen tun außer Medikamente einzunehmen”, “Welche Rolle spielt meine Ernährung, wie sollte ich mich konkret ernähren, was soll ich einkaufen” oder “Welcher Sport ist für mich geeignet, in welchem Ausmaß und wer hilft mir dabei” bekommen wir normalerweise nur ein Rezept, Tabletten, eine Spritze oder vielleicht eine Überweisung. 

Den Ärzten kann man nur teilweise Vorwürfe machen: in ihrem Studium wird wenig Zeit darauf verwendet, wie die Patienten vorbeugen und was sie aktiv gegen Krankheiten tun können. Aber man lernt gut Diagnosen zu erstellen und mit Mitteln zu kurieren. Und Pharmavertreter, die scheinbar immer sofort zum Arzt durchkommen dürfen, schüren die Meinung, dass Tabletten das allein seeligmachende Mittel sind und bestärken die Ärzte. Tabletten sind ein viel zu großer Markt, als dass große Konzerne uns gesund sehen wollen.

Wie wäre es denn mit folgendem Vorschlag für die Zukunft:

Der Arzt soll nur feststellen, was dem Patienten fehlt, also die Diagnose stellen und ihn dann weiterempfehlen. Für die korrekte Diagnoseerstellung und um sich Zeit mit einem gründlichen Check zu nehmen wird der Arzt bezahlt. Die richtigte Be.HAND-lung folgt anschließend beim Experten, bzw. bei einer Reihe von Fachleuten: einer, der mit dem Patienten (hier Kunde genannt) über Möglichkeiten spricht, was für ihn in der Ernährung gut wäre und was und wo er einkaufen soll, vielleicht sogar zusammen mit ihm einkaufen geht. 

Dann ist da einer, der ihn für individuelle Bewegung begeistert, nicht nach Schema F, sondern individuell. Was kann der Kunde, was will der Kunde und in welchem Ausmaß und was sind mögliche Optionen für ihn aus denen er wählen kann?

Dann kommt ein Fachmann, der ihm zeigt, wie er mit seelischen Belastungen und Streß fertig werden kann und die Zusammenhänge zwischen Geist und Körper darstellt und eine echte Hilfe bietet. Und hier muss keiner denken, das ist ein Seelendoktor. 

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass Allgemeinmediziner mehr Zeit für die Patienten haben, gute Diagnosen stellen können und dann den Kunden an den Fachmann abgeben, der mehr bieten kann, als chemische Produkte, sondern echte Hilfestellung auf die Fragen des Kunden. Fragen, deren Wissen man einem Menschen allein (dem Arzt) nicht zumuten kann, da er sonst permanent nur noch Bücher lesen müsste um über die Vielzahl der Themen Bescheid zu wissen. 

In diesem Modell wird der Arzt nicht zur Nebensache sondern zum aktiven Partner anderer Gesundheitsdienstleister, der die Diagnose stellt und damit den Weg bereitet für eine bessere Gesamtgesundheit der Patienten. Und für seine Dienstleistung wird der Arzt von Krankenkassen und evtl seinen Partnern bezahlt. So, dass alle ein faires Gehalt für ihre Leistung bekommen und der Arzt zeitlich entlastet wird und ihm echte Fragen seiner Kunden nicht in Verlegenheit bringen und er an qualifizierte Fachkräfte delegiert. 

Das wäre ein Wunschmodell für die Zukunft.

Scherzbolde

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren… dass manch einem dieses Blog sauer aufstößt. Niemandem von außerhalb, denn ich habe viele E-Mails bekommen, die sich positiv aussprechen und konnte auch schon viele für das IGF-Studium begeistern. 

Sondern Personen von innerhalb – genauer aus den höheren Semestern.
Während der Laufzeit dieses Blogs habe ich genau eine kritische Stimme zu diesem Projekt gehört, von einer Person, die ein Jahr höher im Studium und einige Jahre jünger im Alter ist. (Vgl. früheren Blogeintrag) Den Kritikpunkten wurde nachgegangen. Unter anderem waren diese:

  • nenn die Namen von Professoren nicht
  • das Blog schadet dem Studiengang
  • wie kannst du andere Leute kritisieren, lass das
  • und anderes

Da ich mich natürlich solcher Dinge annehme, habe ich damals den Professoren den Fall geschildert. Mit dem Ergebnis, dass keiner etwas gegen Nennung seines Namens hat. Und auch niemand es verbieten könnte, da sie als Personen des öffentlichen Interesses im Licht der Öffentlichkeit stehen und sich Berichterstattungen in den Medien und Meinungsäußerungen wie in meinem Blog gefallen lassen müssen. Aber um des lieben Friedens willen habe ich alte Beiträge anonymisiert und nenne auch jetzt keine Namen von Dozenten.

Dass das Blog dem Studiengang schaden könnte, ist denkbar, wenn: unsere Professoren in öffentlichen Interviews oder Diskussionen auf Inhalte des Blogs angesprochen werden sollten und dazu keine Aussage treffen können. Das wäre journalistisches Bildzeitungsniveau. Allerdings werden auf dem Blog keine Unwahrheiten verbreitet und somit ist die Grundlage, die Professoren in Bedrängnis zu bringen oder den Studiengang in ‘den Dreck zu ziehen’ nicht gegeben. Des Weiteren wurde das Projekt auch als außerordentliches Engagement und als Möglichkeit der Evaluation gelobt, da man sonst nicht einen unverblümten Einblick in das Studium bekommt und nur wenige sich trauen, Kritikpunkte anzusprechen. Wie soll sich der Studiengang bitte verbessern, wenn sich niemand dafür einsetzt?

Wie ich andere Leute kritisieren kann ergibt sich daraus, dass ich ein erwachsender Mensch bin, eine Meinung habe und diese sagen und schreiben darf. Die entsprechenden verbrieften Rechte im Grundgesetz sind für jeden leicht einsehbar. Und nur weil es einzelnen Personen nicht schmeckt, dass man ihre ‘geliebten Professoren’ auch einmal hinterfragt hinsichtlich Methoden oder anderer Belange rechtfertigt keine Schmutzaktionen. Ich komme darauf gleich noch einmal zurück.

Weiterhin maße ich mir an, dort zu kritisieren und Verbesserungen anzutragen, wo ich aufgrund meiner Erfahrung, Trainings und Abschlüsse mehr Kenntnisse, Studien und praktische Erfahrungen habe als die Dozenten. Und diese anwende. Ich spreche also aus der Praxis und nicht aus einfacher Meinungsmache oder Profilierungsgehabe. Leider sind die Kritiker, die ich habe, scheinbar immer die Personen, die Dinge von anderen fordern, aber selbst nicht zu tun bereit sind. Hauptsache, sie haben recht und andere Meinungen sollen niedergeknüppelt werden. So nicht.

Auf entsprechende Meldungen über die Veränderungen zurück an die Kritiker kam keine Antwort. Im Gegenteil scheint es so, dass sich einzelne Personen dazu berufen fühlen, mir Streiche zu spielen. Angefangen hat es im Wintersemester, dass einige Sachen nicht ganz in Ordnung waren. Ich will nicht näher auf die Umstände eingehen. Aber es scheint, dass manche Kritiker glauben, mit unreifen Späßen meine Tätigkeit einschränken zu können. 

Im Gegenteil: euer Verhalten, was schon ans Mobbing geht, führt nicht dazu, dass ich aufhöre, über meine Eindrücke aus dem Studium und dem Studentenalltag zu berichten und weitere hilfreiche Beiträge online zu stellen, sondern eher zu einem Blogeintrag wie diesem hier. Wo schließlich alle Welt lesen kann, dass es neidische Studenten gibt, die nicht in der Lage sind, offen, ehrlich und sachlich sich mit einer Sache auseinanderzusetzen und sich Dingen zu stellen, die ihnen vielleicht nicht schmecken. Sondern sich in Verhalten ergehen, was einen Straftatbestand darstellt und eine Anzeige nach sich zieht. Ehrlich Leute, dieser Blogeintrag hier hätte nicht sein müssen. Er ist kein Meisterstück und sicherlich auch nicht ideal geschrieben aber im Vergleich zu dem Verhalten einzelner Studenten, die mit meiner Arbeit nicht zufrieden sind…..

Hinweis: dieser Beitrag richtet sich an das Thema Mobbing, Meinungsfreiheit und berechtigte Kritik. Er ist notwendig gewesen, weil sich Vorfälle häufen, die nicht mehr durch Zufälle zu erklären sind. Es ist kein schöner Beitrag und vielleicht fühlen sich die betroffenen Personen (so sie dies lesen) doch dazu animiert, zumindest mal ein richtiges Gespräch zu suchen, statt sich in kindischem Verhalten zu verlieren. Denn dieses Verhalten wirft kein gutes Licht auf den Studiengang und die Absolventen.

Serverumzug und Blogdesign

Meine regelmäßigen Leser werden es wissen oder spätestens jetzt merken: ich bastel schon wieder am Blogdesign.

Kürzlich bin ich mit meinen Internetseiten zu einem leistungsstärkeren Host umgezogen, wo ich unbegrenzt Ressourcen zur Verfügung habe und mir die Arbeit insgesamt wesentlich erleichtert wird. Bisher dachte ich auch, dass beim Umzug alles geklappt hat, bis ich beim Hochladen von Bildern in meine Blog Posts gemerkt habe, dass das nicht mehr funktioniert: die alte Verzeichnisstruktur war noch vorhanden. Auch das posten von neuen Einträgen dauerte ewig und dann waren sie nicht mehr formattiert, so dass ich nachbearbeiten musste.

Deshalb habe ich jetzt fast alle alten Systeme vom neuen Host gelöscht und neu installiert. Und heute auch das Semesterblog. D.h. bis ich alles wieder am Laufen habe, wird es ein klein wenig dauern. Funktionalitäten und Design werden jetzt aber schnell wieder angepaßt und bald vollumfänglich zur Verfügung stehen.

Aber wie jede Krise oder Miesere hat auch das seine Vorteile: so kann ich alles neu machen und verbessern. Das Design sollte eh verändert werden und viele neue Add-Ons wollte ich eh ausprobieren. So wird das Blog jetzt eben noch einfacher und besser. Und dann wird auch wieder regelmäßig geschrieben. 

Soviel zur aktuellen Diskussion, was das ‘neue’ Design und andere Veränderungen sollen. Es ist nur vorübergehend. Aber danke für’s wundern. ;)

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