Unser Gehirn ist ein fantastisches Instrument. Wir haben noch keinen Überblick, was wir tatsächlich alles damit tun können. Wir sind zu weitaus mehr imstande, als wir im Augenblick glauben. Und viele Dinge, die Menschen vollbringen, die mehr Gehirnleistung nutzen können als der Ottonormal-Gehirn-Besitzer erscheinen uns oft übermenschlich, talentiert oder machen uns sogar Angst.

Aber es gibt eine Menge Dinge, die wir über unser Gehirn schon wissen und die wir für uns nutzen können. Trotzdem haben viele Menschen Skepsis, trauen den Dingen nicht und sind aber im selben Zuge nicht bereit, etwas neues erst einmal zu probieren, bevor sie es verurteilen und als schlecht bewerten.

Auch der folgende Impuls wird vielen Leuten nicht schmecken, scheint er doch einen zu andersartigen Charakter zu haben. Dabei handelt es sich nur um ein Prinzip, welches seit Jahrhunderten bekannt ist und was die moderne Wissenschat auch bestätigt. Aber selbst wissenschaftliche Belege berühren einen Skeptiker nicht. Die eigene Meinung und das Recht-haben-wollen sind oft genug zu stark. Für all jene aber, die einen offenen Geist haben, ist die folgende Erkenntnis sicher eine Offenbarung. Für mich war sie das jedenfalls.

Gewicht verlieren funktioniert nicht. Nie. Weil, wenn wir etwas verlieren, suchen wir doch wieder danach.

Der Gedanke, Gewicht verlieren zu wollen zieht automatisch nach sich, dass wir wieder nach Gewicht suchen. Wenn wir unseren Autoschlüssel verlieren, suchen wir danach. Wenn wir unsere Geldbörse verlieren, suchen wir danach. Wenn wir einen Freund auf einem Fest aus den Augen verlieren, suchen wir nach ihm. Mit dem Gewicht ist es genauso. Wenn wir Gewicht verlieren, suchen wir wieder danach. Wir sind so gepolt. Leider finden wir das Gewicht schneller wieder als alles andere, denn die Auswahl an Lebensmitteln, die uns ‘helfen’, unser Gewicht wieder zu bekommen, ist zu reichhaltig. 

Wir brauchen also einen anderen Denkansatz. Wir nehmen uns mit unserem Gewicht an und erkennen an, dass unser Gewicht uns gute Dienste geleistet hat. Aber jetzt brauchen wir es nicht mehr und können es loslassen. Dabei tragen wir die Vorstellung unseres schlanken Körpers in uns und wissen, dass wir diese Figur bald haben werden. Wenn wir jetzt auch noch ein klein wenig an unserer Ernährung oder unserem Bewegungsverhalten schrauben, ist die Chance sehr gut, dass wir schlank werden. 

Wir verlieren jetzt nichts mehr, wir modellieren unseren Körper nur hin zu unserer Wunschfigur.

Haarspalterei? Aber das Prinzip mit dem Verlieren und dem Wiederfinden leuchtet doch ein. Und niemand kann sagen, dass die Denkweise, Gewicht verlieren zu wollen, nicht genau das Gegenteil bewirkt. Deshalb ist es wichtig, eine andere Einstellung zum Gewicht und zu seinem Körper zu bekommen, damit einen der Verlust nicht weiter belastet. Und auf diese Art werden sich sicher viele gute Ergebnisse einstellen. 

Na dann viel Spaß beim schlank werden. Du verlierst dabei nichts, sondern gewinnst einen besseren, schlankeren Körper, der dir mehr Spaß macht. Was hälst du von dem Gedanken? :)

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