Vitamine kommen in unserer täglichen Nahrung vor – zumindest sollten sie das. Für uns ist es ein bekanntes Fakt, dass unsere Nahrung Vitamine enthält. Doch das war nicht immer so.

Vitamine wurden erstmals zwischen 1911 und 1915 entdeckt. Ursache war eine Erkrankung in Japan, die unter dem Namen “BeriBeri” bekannt wurde, was übersetzt so viel wie “Ich kann nicht mehr” heißt. Weite Teile der Bevölkerung Japans wurden umd die Jahrhundertwende immer schwächer und brachen zusammen, hunderttausende starben, und man wußte nicht warum. 

Zu diesem Zeitpunkt wurde viel Reis seit kurzem industriell in Fabriken verarbeitet und Reis ist Grundnahrungsmittel Nummer 1 in Japan. Zum ersten Mal kam man damals darauf, dass in den Nahrungsmitteln Vitamine enthalten sein könnten, die durch die industrielle Verarbeitung verloren gingen. Und so war es: das Vitamin B1 fehlte durch die Verarbeitung und so kam es in weiten Teilen der Bevölkerung zu BeriBeri.

Ohne ausreichende Vitaminzufuhr kann der Mensch krank werden, dauerhaft geschädigt oder sogar sterben. 

Nachdem Vitamine entdeckt wurden kamen sehr schnell Präparate und Pillen auf den Markt, die uns mehr Vitamine zuführen sollten. Die Idee war folgende: wenn z. B. eine kleine Menge Vitamin C Skorbut verhindern kann, was können dann große Mengen für uns tun. 

Im ersten Weltkrieg versuchte die amerikanische Regierung erstmals festzustellen und damit festzulegen, wieviel Nahrung ein Mensch am Tag braucht, um leistungsfähig zu bleiben. Zu wissen, wieviel Nahrung ein Soldat am Tag braucht, um weiterkämpfen zu können, war ein militärischer Vorteil. Und obwohl doch viele hungerten entstanden aus den Erfahrungen der Kriegsjahre die Richtlinien für die nationalen Ernährungsvorgaben.

 Über 50 Jahre sind vergangen seit der erstmaligen Bekanntgabe der Recommended Daily Allowance (RDA). Doch die Frage ist für die Wissenschaft immer noch dieselbe, weil nicht gelöst (oder pauschal unlösbar?): wieviele Vitamine braucht der Mensch am Tag? 

Essen ist die intimste Interaktion mit unserer Umwelt: wir nehmen Dinge aus unserer Umwelt zu uns und wandeln sie in unser eigenes Fleisch um. Sollten wir jetzt Nahrungsergänzungsmittel nehmen? Da es keine Langzeitstudien über mehrere Jahre gibt weiß man nicht, ob es nicht doch zu Nebeneffekten kommen könnte. Außerdem sind in Obst und Gemüse so viel mehr Bioflavonoide und sekundäre Pflanzenstoffe, die man noch nicht komplett in einigen wenigen Pillen bündeln kann. 

Dennoch: trotz dieser berechtigten Bedenken sind Nahrungsergänzungsmittel die kostengünstigste Versicherung, die wir haben. Denn wir nehmen nicht die Menge an Nahrungsmitteln zu uns, die wir für eine vollständige Versorgung bräuchten. Beispiel Raucher: Studien zeigen, dass ein Raucher 100-200mg Vitamin C zu sich nehmen müsste, um dieselbe Wirkung wie ein Nichtraucher mit den empfohlenen 60mg Vitamin C zu haben. Dann gibt es noch übergewichtige Personen oder Sportler. Beide haben einen erhöhten Bedarf an Vitaminen.

Ist es da nicht schön, einen gesunden Salat zu essen, wenn man weiß, dass unsere Nahrung nicht nur als Brennstoff für unsere Zellen dient, sondern vor allen Dingen auch Stoffe liefert, die uns gesünder und leistungsfähiger sein lassen und uns helfen, vitaler und fröhlicher im Alter zu sein?

Quelle: The Nature of Things – Vitamins: hype or hope?

Wissenschaftlich erprobte Nahrungsergänzung gibt es hier

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