Gruppeneinteilung
Montag, der 30.03.2009
Der Montag begann für mich mit viel Fieselarbeit zuhause und einem anschließenden Spurt nach Coburg, da die Zeit mal wieder knapp wurde. Von der Wohnung aus schnell in die Mensa und von dort aus anschließend in die Vorlesung. Wieder im Raum 208 in Gebäude 1, einem viel zu kleinen Vorlesungsraum für uns. Mindestens 5 Personen sitzen regelmäßig mit ihren Stühlen auf den Gängen und müssen sich an anderen Tischen mit ausbreiten.
Andererseits schafft das eine gesellige Atmosphäre.
Jedenfalls gab es wieder einiges, was wir in der regulären Vorlesung durchgenommen haben. Leider hat anfänglich der Laptop nicht funktioniert und so dauerte es ein paar Minuten länger, bis wir mit der Vorlesung anfangen konnten. Das tat allerdings dem Stoff und dem Verständnis keinen Abbruch und wir sind wieder gut vorangekommen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung kam die von uns herbeigesehnte Gruppeneinteilung für die Projekte. Fünf Gruppen sind vorhanden und 5 Projekte zu vergeben. Die Einteilung hat unser Dozent nach dem Zufallsprinzip vorgenommen, da er nicht zuteilen konnte, welche Eigenschaften in einer Gruppe bestmöglich zum Gelingen beitragen würden, bzw. wer welche idealen Vorkenntnisse hätte.
Mein Lieblingsprojekt hat eine andere Gruppe bekommen, aber das hat zwei wesentliche Vorteile: ich lerne mehr in einem anderen Projekt, zu dem ich keinen Draht habe und ich muss mich nicht entscheiden, wie ich meine Aktivitäten teilen muss, wenn ich mein Lieblingsprojekt bekommen hätte. Ich kann das hier schlecht ausführen, ohne zuviel von dem Projekt zu verraten, deshalb muss es schwammig bleiben.
In jedem Fall wurden wir mit dem genauen Ablauf vertraut gemacht: dass wir Protokoll zu führen haben, wann wir uns mit den entsprechenden Stellen in Verbindung setzen dürfen, dass wir am besten eine Projektverwaltung mit open project oder MS Project durchführen sollen und dass wir unser Protokoll fortlaufend führen und aktuell halten sollen und dass wir eine PowerPoint (ÄRKS) Präsentation erstellen und fortführen sollen. Wir sollen in der Lage sein, unser Projekt jederzeit auf dem aktuellen Stand zu präsentieren.
Nachdem wir all die Dinge erfahren haben, die wir für die Vorbereitung des Projekts bereits tun müssen, durften wir auch gleich damit beginnen und die Gruppen teilten sich auf. Wir fingen also an, Zielsetzung, Ablaufplan, Positionen festzulegen. Wichtig ist dabei, dass unser Dozent bis morgen früh um 10.00 Uhr MEZ bereits den aktuellen Projektstand (Protokoll und Präsentation) per E-Mail haben wollte.
Also haben wir versucht, anfänglich die Positionen zu verteilen, wobei noch nichts in Stein gemeißelt ist. Auf die Frage, ob er uns nicht heute Prüfungseinsicht gewähren wollte kontrollierte er kurz seinen Timer und holte anschließend die Prüfungen. Wir, die wir noch vor Ort waren, hatten also die Möglichkeit, die Prüfungen einzusehen.
Das Problem bei der Sache waren aber zwei Punkte: ich hatte im Vorfeld schriftlichen Antrag gestellt, eine Prüfungskopie zu erhalten, was mir verweigert wurde. Also wollte ich die Prüfung für mich abfotografieren, um mich in Ruhe damit auseinandersetzen zu können. Für dieses Vorhaben wurde ich vom Dozenten scharf getadelt. Auf die Frage, warum man keine Kopie erhält bekam ich die Antwort, dass manche Studenten schon Anwälte bemüht haben, weil die Antworten in den Prüfungen manchmal korrekt waren, aber nicht die Inhalte aus dem Unterricht widerspiegelten und dieser abgeprüft wird. Und um solche Unannehmlichkeiten zu vermeiden gibt es keine Kopien.
So konnte ich die Prüfung nur überfliegen, habe aber die Punkte nachgezählt. Anschließend habe ich nach dem Notenschlüssel gefragt und dabei festgestellt, dass unser Dozent sich scheinbar bei meinen Punkten verzählt hat. Kommt bei ihm alle drei Jahre einmal vor, aber allem Anschein nach habe ich eine Note schlechter bekommen, weil er sich verzählt hat. Er überprüft das jetzt und dann wird die Note entsprechend korrigiert. Na da bin ich ja mal gespannt.



