Start ins 2te Semester

Heute beginnt offiziell das neue Semester und morgen die Vorlesungen. Ich bin schon sehr gespannt, was auf uns zukommen wird. Und was man sich für die ersten Tage hat einfallen lassen. 

Es geht ja los mit einer Begrüßung durch die Dozenten. Ich hoffe mal, dass man sich auf Wesentliches beschränkt und Floskeln, Phrasen und Selbstdarstellung sowie den Versuch, mit aller Gewalt witzig sein zu wolllen, unterlässt. Mein alter Rechtslehrelehrer hat immer gesagt: “Das Wichtigste im Zusammenhang in wohlgesetzten Worten.” Das wünsche ich mir auch vom Studium insgesamt. Weniger drumherum und weniger trockene Theoretiker und dafür verwertbares Wissen. Anwendbar. Mit Bezug zur echten Praxis und späteren Umsetzung erklärt. 

Die ersten 3 Tage bestehen aus Vorstellung der Praktika, die die einzelnen Fünftsemester durchgeführt haben. Ist sicherlich ne gute Hilfestellung für unsere Praktikumswahl. Außerdem sind dann alle aktuellen Semester auf einem Haufen und man sieht sich wenigstens mal. Und ich bin gespannt, wie die anderen ihre Praktikumsstellen vortragen, also ob die didaktischen Mittel und die Methodenkompetenz entsprechend eingesetzt werden oder entwickelt sind. 

Ich hoffe nur, dass diese 3 Tage nicht sterbenslangweilig werden. Aber da wir eine, ich will mal sagen, Vielfalt von Referenten haben, ist zumindest Abwechslung garantiert. Und in jedem Fall ist es anerkennenswert, dass da vorne Leute stehen und eine Hilfestellung geben wollen. Ein Problem, was ich bei der ganzen Sache sehe, ist, dass die Vorstellung dann in zwei verschiedenen Räumen läuft, man sich also entscheiden muss, was man sich anhört und eventuell oft zwischen den beiden Sälen hin- und herwechselt. Aber anders wären die Vorträge wohl nicht in 3 Tage zu packen.

Na ich bin mal gespannt, wie das wird. In jedem Fall Notizzettel mitnehmen. Montag geht es erst ab 10.oo Uhr los, dafür werden die Vorstellungen bis abends dauern. Also lass ich mich mal überraschen, wie hilfreich das wird, was die Woche sonst noch geplant ist und was das 2te Semester sonst an Überraschungen bereit hält. Für mich wird es wie immer gut. Dafür sorge ich. :)

Der Partnerschaftsindex

Die Erkenntnis ist nicht neu und Forscher haben das schon lange ‘herausgefunden’: es gibt einen Zusammenhang zwischen Körpergröße und Paarbildung.

Wann immer man durch die Stadt läuft und einem Paare begegnen, scheint alles zu paßen. Das Größenverhältnis zwischen den Geschlechtern scheint ausgeglichen zu sein. Unbewußt wissen wir das und nehmen es nicht weiter zur Kenntnis. Kommt uns dagegen ein Paar entgegen, wo der Mann 2,12 m und die Frau 1,30 m ist (solche Paare waren schon im Fernsehen zu sehen) bemerken wir das, stutzen und wundern uns, dass das funktioniert. Allein schon das Küssen bei dem Höhenunterschied… aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Heißt es. 

Nun, wir haben eine angeborene Neigung, den ‘passenden’ Partner herauszufinden. In diesem Artikel beschäftigen wir uns nur mit einem Faktor, der Körpergröße. Spätere Posts werden auch andere Faktoren ins Licht rücken und auch einen besonderen ‘Gentest’ vorstellen. Und welche Folgen das haben kann.

So wie es scheint suchen wir uns immer einen Partner aus, der im Verhältnis zu unserer eigenen Körpergröße ideal ist. Nicht nur, dass wir ihn nach diesen Kriterien aussuchen, es scheint auch so, dass diese Beziehungen wesentlich länger halten. Anders ausgedrückt: wähle ich mir einen Partner, der nicht die zu mir passende Größe hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich oder er die Beziehung unbewußt sabotieren und wir uns deshalb trennen. Die Natur hat es so eingerichtet und die Wissenschaft hat es bestätigt. 

Nun, wie ist jetzt der ‘Partnerschaftsindex’? Es ist eine simple Formel, die jeder schnell im Kopf ausrechnen kann.

Körpergröße der Frau x 1,09 = Körpergröße des Mannes

umgekehrt natürlich

Körpergröße des Mannes : 1,09 = Körpergröße der Frau

Beispiel:

Ich bin 1,83 m groß, d.h. meine ideale Partnerin ist 1,68 m groß. Natürlich ist ein kleiner Toleranzbereich drin und die Zahl ist nicht in Stein gemeißelt. Untersuchungen haben aber ergeben, dass 1,09 der beste Näherungswert ist.

Wer mit 1,09 nicht rechnen mag, kann auch der Einfachheit halber Körpergröße der Frau + 10% nehmen und hat einen Wert. Also wenn eine Frau 1,68 m groß ist, sind 10% 16,8 cm. 168 cm + ~17 cm = 185 cm. Also wäre ich mit 183 cm passend, da wir nur mit Näherungswert 10% rechnen. Wir gehen dabei der Einfachheit halber immer von der Frau aus: erfährt man ihre Körpergröße, rechnet der Mann eben 10% drauf und weiß gleich, ob er die passende Größe hat. Körpergröße. Und die Frau macht dasselbe, wenn sie die Körpergröße des Mannes erfahren hat. Eigene Größe plus 10% und schon weiß sie, ob der passen kann. 

Noch einfacher ist es natürlich, sich JETZT mit dem Taschenrechner hinzusetzen, mit dem Wert 1,09 zu rechnen (=9% Aufschlag) und sich dann den Wert des idealen Parnters zu merken, um dann in einer passenden Situation nicht erst rechnen zu müssen. Also mach das gleich mal und schau, wie groß dein Schatz sein müsste. Mit diesem Wissen kannst du auf der nächsten Party ja mal ‘ausrechnen’, warum das eine Paar sich hat trennen müssen. Eine Erklärung hast du jetzt. Und du selbst wirst jetzt schneller wissen, ob dein Zielobjekt Interesse an dir hat oder nicht.

Joghurt selber machen

Joghurt – lecker, gesund, leicht und günstig. So gut wie keine Kalorien und gut für den Darm. Was gibt es besseres für die Gesundheit?

Okay, ich muss das ganze relativieren. Nicht jeder Joghurt erfüllt die oben genannten Kriterien. In diesem Beitrag geht es deshalb kurz um die Joghurts, die unserer Gesundheit zuträglich sind. 

Joghurt wird ja schon seit Jahrhunderten verwendet und man berichtet die wundersamsten Dinge, wie Joghurt helfen soll und dass es in machen Kulturen auch therapeutisch eingesetzt wird. Und jedem sind schon die ein oder anderen Pilze aufgefallen, die unter Freunden getauscht wurden, um einen Trinkjoghurt oder ein joghurtähnliches Getränk herzustellen. Wir beschränken uns aber jedoch auf den ‘normalen’ Naturjoghurt, den jeder kennt und hoffentlich schon jeder gegessen hat oder regelmäßig isst. 

Naturjoghurt ist leicht bekömmlich, hat praktisch null Fett und Kalorien, schmeckt gut, lässt sich zu Soßen, Dressings, Drinks und Cocktails verarbeiten und bietet noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten. Er schmeckt lecker, lässt sich mit Obst, Früchten, Müsli lecker weiterverarbeiten (Achtung beim Müsli: oftmals hohe Kalorienaufnahme!) und ist extrem günstig. Joghurt gehört auf den täglichen Speiseplan und in 3 von 5 deutschen Haushalten wird Joghurt konsumiert.

Wäre doch zu schön und ideal, wenn Joghurt auch gesundheitliche Effekte aufweisen könnte. Und angeblich tun genau das sogenannte probiotische Joghurts. Im Ärzteblatt vom März 2005 war zu lesen, dass Probiotika gut sind zur Vorbeugung und Behandlung bei Durchfall, Allergien, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und dass Probiotika eine Schleimhautmodulation bewirken. D. h. vereinfacht ausgedrückt ein besserer Immunschutz. Schwangere können gesündere Kinder bekommen.

Joghurt kann angeblich helfen bei Parodontose, Karies, Mundgeruch. Und Butyrate, die durch Probiotika gebildet werden, senken das Darmkrebsrisiko um bis zu 40%. Außerdem können Probiotika chronische Kopfschmerzen beseitigen, da eine gesunde Darmflora weniger Fäulnisgase produziert, welche sonst im Blut kursieren und Kopfschmerzen verursachen können.

Das bei so einem ‘Wundermittel’ natürlich viele Firmen auf den Gesundheitszug aufspringen wollen um Joghurt zu vermarkten ist nur allzu verständlich. Aufgrund neuer Regelungen darf im Zusammenhang mit einem Lebensmittel nicht mehr ohne weiteres mit Gesundheits- oder Heilaussagen geworben werden und deshalb bemühen sich auch viele Hersteller jetzt, schnell wissenschaftliche Studien beizubringen, die die Wirksamkeit ihres Produktes belegen. Ob der Gesetzgeber mit den aktuellen Regelungen wirklich zur Transparenz beiträgt und ob all diese Regelungen wirklich zum Vorteil des Verbrauchers sind, steht in der Diskussion. Die Frage ist, wie unmündig wir Bürger tatsächlich sind, um alles reglementiert zu bekommen und wie skrupellos die Firmen sein müssen, da sie uns scheinbar nur über den Tisch ziehen wollen? Fakt bleibt, dass derzeit Regelungen bestehen und uns vor falschen Versprechungen schützen sollen. Ein nobler Gedanke – kompliziert umgesetzt. 

Zurück zu den Joghurts. Probiotische Keime in den Joghurts haben definitiv eine Wirkung auf uns. Ohne mich jetzt in genauer Erklärung verlieren zu wollen. Die Zeitschrift BIO hat vor einiger Zeit probiotische Joghurts getestet und auch Stiftung Warentest hat sich bereits (mindestens) einmal der Frage angenommen, wieviele positive Keime in den einzelnen Joghurts vorhanden sind. Denn was bringt eine tolle (versprochene) Immunwirkung, wenn nichts davon im Darm ankommt, weil zu wenig positive Keime vorhanden sind?

Schauen wir uns also kurz die Joghurts an, ohne Namen zu nennen. Sprechen wir generell von industrieller Fertigung und wie Joghurtkulturen darauf reagieren. Industrielle Joghurts werden in Massenproduktion hergestellt. Das ist nicht schlecht. Das Problem ist nur, dass die Joghurts dabei meistens hoch erhitzt werden, um sie haltbar zu machen. Leider mögen viele Probiotika keine hohen Temperaturen.

Von der Produktion bis zum Geschäft und ins Kühlregal vergehen meist einige Tage. Sagen wir einmal, es sind von der Produktion bis ins Geschäft nur zwei Tage. Man muss wissen, dass Probiotika keine lange Lebenszeit haben, in der sie aktiv werden. Also sollte ich als Kunde immer die neueste Lieferung kaufen. Und nicht auf Vorrat, denn die meisten Keime leben längstens 2 Wochen (nach mir vorliegenden Informationen). Oft genug aber ist die Ware im Laden nicht erst heute eingetroffen und der Kunde kauft auch nicht immer frisch; viele Konsumenten kaufen Probiotische Joghurtdrinks auch im MHD, also die kurz vor Ablauf stehen. Ich persönlich bezweifle, dass da noch viel Gesundheit in den Flaschen steckt. Aber das ist meine persönliche Meinung, ich bin kein Chemiker und will dich als Leser nur an meinen Informationen und Ansichten teilhaben lassen. Ich gehe also davon aus, dass die Joghurts, die sich viele kaufen, schon nicht mehr die Menge an lebenden Keimen beinhalten, die man sich erhofft hat.

Nicht zu vergeßen eventuell vorhandene Zusätze, Süßungsmittel, Farbstoffe, Emulgatoren, die Haltbarmachung etc. 

Früher war ich einer der wenigen, die Yakult getrunken haben, der erste kommerziell erhältliche probiotische Joghurt-Drink. Erfunden von einem Japaner. Damals wurde man noch belächelt, wenn man sich ‘so etwas’ kaufte. 

Aber die hohen Kosten sind ein Faktor, der mich schon damals davon abhielt, derartige Joghurts regelmäßig zu konsumieren. Inzwischen bin ich auf einen Joghurt zum selber machen gestoßen. Das funktioniert so: man nimmt einen Liter Milch und der Fettgehalt entscheidet, ob es ein stichfester Löffeljoghurt oder ein Trinkjoghurt wird. Je mehr Fettgehalt, desto fester wird der Joghurt. 

Man gibt die Milch in den Innentopf des Joghurtbereiters. Das ist ein stark isoliertes Gefäß bestehend aus zwei Plastiktöpfen. In die Milch rührt man dann das Joghurtpulver ein, das 4 verschiedene Bakterienkulturen enthält. Anschließend macht man den Deckel drauf und gibt in den Außentopf kochend heißes Wasser. Da rein stellt man dann den Innentopf, wieder ein Deckel drauf und dann wartet man 8 Stunden. Dann ist der Joghurt gereift und kann zum Abkühlen in den Kühlschrank. Das ganze läuft ohne Strom und ist kinderleicht. 

Der Joghurt ist sehr günstig, aber man braucht immer wieder neue Joghurtkulturen. (es werden immer 6 Beutel auf einmal verkauft, das reicht für 1 Monat) Wir haben das mal im Labor getestet, ob man vom ‘alten’ Joghurt ein paar Löffel benutzen kann, um neuen Joghurt zu züchten. Obwohl wir einen Joghurt hinbekommen haben, können wir diese Methode nicht empfehlen: selbst unter sterilen Bedingungen im Labor haben wir es nicht geschafft, den ‘neuen’ Joghurt so gut hinzubekommen, wie wenn man einen neuen Beutel Joghurtpulver nimmt. Anders ausgedrückt: verwendet man ‘alten’ Joghurt um einen neuen zu züchten, war der neue Joghurt schon bald mit ungünstigen Bakterien besiedelt, die wir nicht wegen ein paar Euro ‘Ersparnis’ mitessen wollten. Unser Fazit war dann: ein Beutel frische Joghurtkulturen für einen neuen Joghurt und alles läuft prima.

Dieser selbstgemachte Joghurt kommt ohne Konservierungsstoffe aus, ohne Geliermittel, die Milch wird nicht hocherhitzt und das mögen auch die probiotischen Joghurtkulturen lieber. Der Joghurt schmeckt wahnsinnig gut und liegt preislich unter denen aus dem Supermarkt. Wer gerne Joghurt isst und auf Probiotics steht, kann die Seite des Selbstmachjoghurts besuchen. Diese findet man unter www.wellnessjoghurt.de 

Wer sich den kurzen Augenblick Zeit nimmt, um sich seinen Joghurt selbst anzurühren und den Geschmack lieber selbst bestimmt oder gern variiert, sollte diesen Joghurt zum selbst machen in Betracht ziehen. Das Schöne ist: die Firma gewährt auch nach dem Verzehr des Joghurt ein Rückgaberecht, man kann also einen Monat in Ruhe testen. Und wer danach feststellt, dass ihm die ‘Arbeit’ doch zuviel ist, kann die Sachen wieder gegen volles Geld zurückgeben.

Ich selbst esse diesen Joghurt jetzt sehr lange Zeit und bin zufrieden damit, besonders mit dem Geschmack. Eine Packung mit 6 Beuteln (= 6 Liter Joghurt) reicht für eine Person einen ganzen Monat, wenn man am Tag 200 ml davon isst (empfohlen laut Verpackung). Der Preis ist günstig und es ist ein deutsches Qualitätsprodukt. Ich kann ihn guten Gewissens empfehlen, aber entscheiden muss das jeder für sich. Ich persönlich liebe einfach den genialen Geschmack und spare mir Geld im Vergleich zum Supermarkt und… selbstgemacht ist doch immer noch am Besten.

In diesem Sinne, weiterhin gute Gesundheit, egal ob mit oder ohne Joghurt. Und für alle, die sich ein Bild machen wollen, hier nochmal der Link zum Joghurt.

PS: das ist derselbe Joghurt, der damals von Stiftung Warentest die höchste Anzahl an probiotischen Keimen bestätigt bekommen hat und war die Empfehlung der Zeitschrift BIO. Aber das nur am Rande. ;)

Blaues Papier

Blaues Papier ist toll. Studien haben ergeben, dass ein leicht hellblaues Papier die Lesefreundlichkeit von darauf stehendem Text erhöht. Man hat getestet, ob die Farbe des Papiers einen Einfluss auf die Aufnahmefähigkeit hat und ob das Lesen anstrengender wird oder einfacher bei Verwendung verschiedener Farben.

Das Ergebnis ist, dass Papier mit einem leicht bläulichen Ton die Lesefreundlichkeit erhöht und die Augen weniger schnell ermüden. Die gesamte Aufnahme des Textes oder der Informationen auf einem Blatt wurde gesteigert und das Lesevergnügen insgesamt messbar gesteigert. 

Im Internet bewahrheitet sich die Verwendung der blauen Farbe zur Verbesserung der Aufnahme ebenfalls. Intelligente Webdesigner nutzen z. B. als Hintergrundfarbe der Ränder (Margins) gerne hellblau. Es lenkt nicht ab, ist angenehm für das Auge und hat mit die besten Ergebnisse geliefert, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. (proved via A/B Split-Testing according to increased conversion rates)

Hellblau (bzw. leichtes blau) funktioniert also auch im Marketing und bringt mit die besten Ergebnisse. Den Vorteil von blau sehe ich auch jeden Tag in meinem WordPress Dashboard, wo ich das Farbschema von Grau auf Blau gestellt habe. Das Arbeiten macht mehr Spaß und die Oberfläche wirkt insgesamt freundlicher. Blau ist toll.

Da verschiedene Quellen darauf verweisen, dass blau einen positiven Effekt auf die Aufnahme von Informationen hat, sollte darauf geachtet werden, für wichtige Schriftstücke auf leicht bläulich gefärbtes Papier zurückzugreifen, falls verfügbar. Die Verwendung sollte auch im Internet in Betracht gezogen werden, wenn sich jemand dort engagiert und überhaupt überall dort, wo eine gesteigerte Aufnahme der präsentierten Informationen gewünscht ist. 

Fazit: lass mehr blau in dein Leben und teile die Erkenntnis mit anderen. 

PS: blau ‘sein’ hat nach jüngsten Erkenntnissen nicht dieselben positiven Effekte :D

Vom Nutzen von PowerPoint

(Dieser Beitrag würde auch gut in die Kategorie “Gehirnforschung”, “Lernforschung” oder “Präsentation” passen.)

PowerPoint wird immer und überall benutzt: im Studium, in Unternehmen, bei Präsentationen von Schülern, Studenten und “Profis”. Alle Welt benutzt PowerPoint und freut sich über die vielfältigen Möglichkeiten, herumwirbelnde Animationen, verschiedene Farben und natürlich: TONNEN von “Informationen” auf EINER FOLIE. 

Nun, zuerst möchte ich anmerken: nur weil PowerPoint hunderte Funktionen bietet, heißt dass nicht, dass man auch alle ausreizen muss. Insbesondere, wenn man eine Stunde lang an einer Funktion sitzt, um sie endlich so einzufügen, wie man sie gewollt hat. Das Programm ist ein Zeitkiller. Aber das ist nicht das schlimmste.

Der wesentlichste Faktor, der PowerPoint überflüssig macht, ist folgender: PowerPoint spricht keinen einzigen Neuromechanismus des Gehirns an. Anders ausgedrückt: Lernen ist mit PowerPoint NICHT MÖGLICH. Unsere Gehirne sind nicht in der Lage, mit der Art und den Informationen von PowerPoint umzugehen. Wer sich die Mühe macht, zu recherchieren, findet hierzu genügend Untersuchungen. Aber wir müssen nicht einmal soo wissenschaftlich werden, um die Behauptung zu beweisen.

Betrachten wir doch zunächst einmal das folgende Video. Es ist ein wahrer Eye-Opener. :)

Dieses Video zeigt ganz klar, wie man PowerPoint nicht benutzen sollte; aber jeder tut es. Und die Präsentatoren glauben allen Ernstes, Wirkung zu erzeugen. 

Alle, die sich mit der Materie schon auseinandergesetzt haben, bedürfen keiner Überzeugungsarbeit, aber diejenigen, die glühende Verfechter dieser Methode sind und jedes In-Frage-Stellen mit “Ketzer” kommentieren und Leute wie mich an den Pranger stellen oder auf dem Scheiterhaufen sehen wollen müssen sich wenigstens einmal selbst fragen und nur für sich beantworten: bei der letzten PowerPoint Präsentation… habe ich mich gelangweilt? Sind meine Gedanken abgeschweift? Oder war ich fasziniert? 
Habe ich den Text schon lange gelesen gehabt, bevor der Präsentator bei der Hälfte des Textes war? Wozu brauche ich dann den Präsentator? Tatsächlich hat Microsoft PowerPoint weiterentwickelt: PowerPoint LIEST die Folien jetzt sogar schon selbst vor. Präsentator also vollends überflüssig.

Bei einer Präsentation, wo ich das Material als Kopie vor mir liegen habe, eine Präsentation, die komplett vorgelesen wird und einem Medium, bei dem sich JEDER erfahrungsgemäß langweilt und sich lieber um den Vortrag drückt (fragt doch mal in Firmen nach, wie beliebt PowerPoint Präsentationen sind, wenn man sie “erleiden” muss), WIE SOLL DABEI WIRKUNG ENTSTEHEN?

Wie wir aus Rhetorikschulungen wissen, erzeugt PowerPoint 0 Wirkung. Und doch nutzen tausende Personen weltweit täglich dieses Medium, um “wirkungsvoll” (voll der Wirkung) zu präsentieren. Und schießen voll daneben. Praktische Beispiele gibt es zuhauf, stellvertretend sei momentan nur genannt, dass sich der Bürgermeister eines kleinen Städtchens mittels Flipchart gegen Herrn Mehdorn von der Deutschen Bahn durchsetzte, der mit 3 Beamern und PowerPoint hantierte (und seine Präsentationen waren von berufsmäßigen Profis erstellt). Bei diesem “Wettstreit” ging es darum, ob das kleine Städtchen einen Bahnanschluss bekommen sollte und beide Präsentationen wurden von einem Gremium der Bahn überwacht. Durchgesetzt hat sich der kleine Bürgermeister mit seiner kleinen Flipchart gegen den großen Mehdorn mit PowerPoint. Ich habe ein ganzes Repertoire an Fallstudien und tausende Beispiele gibt es jeden Tag zuhauf.

Schließen wir also: nicht nur, dass PowerPoint der Arbeitsweise des Gehirns nicht entspricht, Informationen aufzunehemen, zu verarbeiten und zu behalten, NEIN, es erzeugt auch NULL Wirkung. Und dazu ist es noch umständlich, zeitraubend, langweilig und oftmals von technischen Problemen begleitet.

Wenn du (DU!!) im Verlauf deiner Zukunft irgendwann einmal etwas präsentieren musst, egal ob online oder im “normalen” Leben, tu dir und deinen Zuhörern einen GROSSEN Gefallen: besuch ein (gutes!) Rhetorikseminar eines echten Trainers, lern richtiges Präsentieren, mach dich mit Gehirnforschung vertraut, wenn du effektiv lernen willst (nächster Hammer für viele: MindMap ist nicht sehr effektiv! Blog Post folgt) und bleib offen für Neues. Intoleranz ist die größte Schwäche und der größte Fallstrick, der dir die Zukunft verbaut. Und am Ende landest du genau dort bei den Leuten, wo du nie hinwolltest: bei unzufriedenen, intoleranten Bauernköpfen, die nichts als Stammtischweisheiten haben und in einer Fantasiewelt leben und im Tal des Jammerns wohnen.

Schlußwort: je mehr du dich von diesem Beitrag angegriffen fühlst und die Erkenntnisse in Abrede stellen willst, umso mehr solltest du deine Einstellung überprüfen. Und dich fragen, was ist, wenn das was hier steht, alles wahr ist? Informier dich, schau dich um und triff später eine qualifizierte Entscheidung.  Mehr Horizonterweiterungsbeiträge gibt es weiterhin fast täglich auf diesem Blog. Lies weiter.

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